99 Gründe für den lokalen, unabhängigen Buchhandel

Die Aktionswoche der unabhängigen Buchhandlungen ist nun vorbei. Vorbei auch die mit viel Engagement und Herzblut durchgeführten Aktionen der Buchhandlungen, um auf die Unabhängigkeit aufmerksam zu machen. Buchkolumne.de hält im Blog die Meinungen von 99 Frauen und Männer fest. Lesen Sie im Blog von Karla Paul aus Hamburg die Statements. Man spürt die Begeisterung.

Es ist noch nicht lange her, da haben Buchhandlungen auch das Risiko getragen, das mit der Bevorratung mehrerer Exemplare einherging. Betriebsberater empfehlen heute, den Buchbestand zu reduzieren, weil das "Totes Kapital" ist. Da die Liefermöglichkeiten fast so schnell sind wie der Apothekenservice, muss der Handel weniger bevorraten. Deshalb bestellt der Buchhandel beim Barsortimenter, was der Kunde gerade bestellt. Ich bin aber der Meinung, das das, was der Kunde nicht sieht, erst gar nicht bestellt wird. Der Leser kauft, was alle kaufen, was auf den Bestsellerlisten steht. Manche Buchhandlung bestellt nur noch, was der Leser wünscht und beklagt die durch Amazon entstandene Konkurrenz. Warum hat es die Branche z.B. noch nicht geschafft, die Bestellung direkt vom Großhändler als Fullfillment an den Leser zu schicken? Und es gibt zumindest eine Buchhändlerin, die sich weigerte, einen Büchertisch zu betreuen. Als Grund gab sie an, dass sie das nicht mache, weil die Bücher des Autors bei Amazon angeboten werden. Hier nützt auch ein Betriebsberater nichts mehr. Bei so viel Weltfremdheit bleibt nur die Betriebsaufgabe.

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