Der Buchversand wird teurer

"Der Börsenverein will den Schutz des Kulturguts Buch auch beim Versand von Büchern gesetzlich verankern. Der Verband fordert eine sogenannte Entgeltprivilegierung für den Versand von Büchern. Dies würde die anstehende Novellierung des Postgesetzes beziehungsweise die Postuniversaldienstleistungsverordnung betreffen. Vertreter des Börsenvereins haben den Vorschlag am 10. September bei einer Anhörung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eingebracht.

Neben der laufenden Kartellbeschwerde gegen die Deutsche Post ist dieser Weg des Börsenvereins »ein zweiter Ansatz, um den geplanten deutlichen Preiserhöhungen für den Buchversand ab 2020« entgegenzuwirken. Der gesetzliche Schutz des Kulturguts Buch solle auf den Versand und damit auf die Verbreitung von Büchern erweitert werden und der Buchversand so die Absicherung erhalten, die seit jeher mit der Büchersendung intendiert war, erläutert Kyra Dreher, Geschäftsführerin der Fachausschüsse im Börsenverein, die den Verband von Seiten des Hauptamts vertreten hat.

»Gerade kleine Buchhandlungen und Verlage verlieren mit den steigenden Kosten und immer ungünstigeren Konditionen zunehmend ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber großen Konzernen«, so Dreher weiter. Der Börsenverein sehe in der grundsätzlichen Lösung eine weitere Möglichkeit, den bezahlbaren Versand von Büchern für Verlage und Buchhandlungen langfristig zu sichern."

(Börsenblatt, Heft 38 v. 19. September 2019)

Zur Zeit kostet eine Büchersendung bis 500 g € 1,20, bis 1000 g € 1,70. Ab 1.1.2020 gibt es die Bücher- und Warensendung bis 500 g für € 1,90, bis 1000 g für € 2,20. Ein Päckchen (bis 2 kg) kostet € 4,50, bei Online-Frankierung € 3,79.

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