Jörg H. Trauboth, Experte für Krisenmangement, im Interview beim Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung (IKZ)

Regelmäßig wird Jörg H. Trauboth von den Medien zu seiner Meinung gefragt. Gerade Zeiten wie Corona und die damit einhergehenden Maßnahmen zur Pandemiebeschränkungen zeigen, dass es schwierig ist, zentrale Bestimmungen zu erlassen. Die Kanzlerin muss sich mit 16 Länderchefs auseinandersetzen. Nicht immer steht bei den Entscheidungen der "Landesfürsten" das Wohl der Bürger im Vordergrund, sondern auch politisches Kalkül. "Deutschland ist gesetzlich und struktuerell auf ein Durchregieren in der Krise nicht vorbereitet", so Trauboth. Er ist nicht für die Abschaffung des Förderalismus, aber unserem Land fehlt in einer Krise die Fühnrung aus einer Hand.

„Es wird höchste Zeit einen nationalen Covid-19-Krisenstab im Bundeskanzleramt einzurichten. Er sollte aus diesen drei Ebenen bestehen, einer Entscheidungsebene, dem Krisenstab und zuarbeitenden Experten; ein Konzept, das sich international bewährt hat. Die Entscheidungsebene ist die Bundeskanzlerin, sie hat das letzte Wort. Unter ihr agiert ein Krisenstab, bestehend aus einem kleinen Kernteam und einem größeren Arbeitsstab. Der Leiter des Kernteams könnte der Chef des Bundeskanzleramtes sein, das mit dem emphatischen und kompetenten Helge
Braun, dem Bundesminister für besondere Aufgaben, zudem aktuell perfekt besetzt ist. Er ist in Personalunion der nationale Krisenkommunikator, der regelmäßig die Bevölkerung unterrichtet und zum Gesicht der Krise wird. Deutschland hat aktuell zu viele Gesichter. Das mag schön für die Vielfalt sein, ist aber nicht gut für die Sache. Ferner sitzen im Kernteam zum Beispiel ein Vertreter des RKI, der Ressorts Innen, Gesundheit, Arbeit, Wirtschaft und Justiz", sagt Trauboth im Interview.

Das Interview der IKZ finden Sie hier. (klicken)

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