Vom Arbeitersohn zum Weltbürger

80 geladene Gäste waren gekommen, um bei der Vorstellung des Buches durch Professor Dr. Andreas Pinkwart dabei zu sein, dem Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

Dr. Hans Günther van Allen ist weit gereist und hat viel bewegt als Kommunalpolitiker im Rhein-Sieg-Kreis, als Bürgermeister der Stadt Lohmar, als Industriemanager und Unternehmer sowie als Hochschuldozent.

Der Interviewband beleuchtet Meilensteine, Weichenstellungen und Schlüsselerlebnisse des Ehrenbürgers und Trägers von zwei Bundesverdienstkreuzen.

In seiner Laudatio sprach Minister Professor Pinkwart vom „van Allenschen Schaffensdrang“ und bezog sich auf eine Maxime Ciceros: „Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen.“ Der Minister wörtlich: „Dr. van Allen hat es selbst in die Hand genommen, das eigene Leben konturen- und aufschlussreich auf einen Nenner zu bringen und hat in den Interviews einen Reigen kluger Fragen beantwortet.“

In einer kurzen Dankesrede erwähnte van Allen, dass er überzeugt sei, sich richtig entschieden zu haben für Wirtschaft und Politik, obwohl ihm Gutmeinende immer wieder davon abgeraten hätten. „Aber“ – so van Allen – „es ist ja oft im Leben so, dass man den Erfolg den Ratschlägen verdankt, die man nicht befolgt.“

Hochschuldozent zu werden, sei nie Teil seiner Lebens- und Karriereplanung gewesen, es habe sich eher zufällig ergeben. Aber es sei ein glücklicher Zufall, wie er heute wisse. Er sei sehr gerne Hochschullehrer.

Der Lohmarer Ehrenbürger zitierte John Maynard Keynes, einen der großen Ökonomen des letzten Jahrhunderts, mit der Sentenz: „Ein Ökonom muss Mathematiker, Historiker, Staatsmann und Philosoph sein.“ Diesem hehren Anspruch könne er nicht gerecht werden. Aber er tröste sich mit der Erkenntnis des Ökonomen von Hayek, einem anderen Großen der Zunft, der feststellte: „Ein Ökonom, der nur Ökonom ist, kann kein guter sein.“ In diesem Sinn sei er verfahren.

Aus der Fülle politischer Erfahrungen der letzten 40 Jahre erwähnte van Allen zum Schluss zwei Aspekte, die besonders prägend und nachhaltig gewesen seien. Hier seine Ausführungen:

„In den 10 Jahren, als ich Bürgermeister war, standen viele grundsätzliche Entscheidungen an, die die Struktur der Stadt bestimmt haben, wie wir sie heute kennen. Lohmar war, wie viele Kommunen in NRW, am Grünen Tisch entstanden, und es galt, diesem disparaten Gebilde eine sinnvolle und funktionierende Struktur zu geben. Das ist uns gelungen, und ich wage zu sagen, viele Fehler haben wir erkennbar dabei nicht gemacht.

„Der andere Aspekt, Herr Minister, betrifft unsere gemeinsame Tätigkeit im Kreistag in einer für die Region sehr entscheidenden Phase, als es darum ging, das Beste aus dem Berlin-Umzug der Regierung zu machen. Das ist bemerkenswert gut gelungen, ich glaube, viel besser als wir uns das damals vorstellen konnten. Wir waren beide nahe am Geschehen in jenen Jahren, Sie als Vorsitzender der Wirtschaftsförderungs-Kommission und ich als Ihr Stellvertreter und Ihr späterer Nachfolger. Sehr wirkungsvoll wurden wir unterstützt von Dr. Tengler, dem Leiter der Wirtschaftsförderung im Kreis.“

Die Veranstaltung bot auch einen musikalischen Genuss. Es gab mehrere musikalische Zwischenspiele, in denen Werner Schönewolf am Klavier die Gäste mit bekannten Stücken der gehobenen Unterhaltungsmusik begeisterte.

Inzwischen haben sich bereits viele sehr anerkennend und lobend über die Veranstaltung geäußert, die sicher eines der Highlights im Lohmarer Veranstaltungskalender des Jahres 2018 sein wird.

(v.l.n.r.: Minister Professor Dr. Andreas Pinkwart, Dr. Hans Günther van Allen, Sascha Wagner und Franz König; Foto Jürgen Morich)

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